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Das Plus von 50+

Motivierte Mitarbeiter/innen schaffen mehr

Jedes Lebensalter hat seine Stärken und Schwächen. Während physische Kraft und Reaktionsgeschwindigkeit im Lauf der Zeit abnehmen, bleiben kognitive Fähigkeiten erhalten und soziale Kompetenzen nehmen sogar tendenziell zu. Nicht das Alter, sondern vor allem Monotonie am Arbeitsplatz, einseitige Belastung oder das Fehlen einer individuellen Perspektive wirken sich negativ auf die Leistungsfähigkeit aus. Weiterbildungsmaßnahmen, betriebliche Gesundheitsvorsorge und eine wertschätzende Unternehmenskultur motivieren, halten fit und machen einen längeren Verbleib im Arbeitsprozess möglich.

Lernen verlernt man nicht

Dass man im Alter nicht mehr dazulernen kann, ist ein weitverbreiteter Irrtum, der oft auch die Altersgruppe selbst an sich zweifeln lässt. Umso mehr sollten ältere Mitarbeiter/innen bewusst in Weiterbildungsmaßnahmen eingebunden werden, herausfordernden Tätigkeiten nachgehen und berufliche Perspektiven haben. Lebenslanges Lernen und der gezielte Austausch zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitern/innen tragen dazu bei, dass Ältere auch in einem dynamischen Umfeld neue Aufgaben meistern.

Gesundheit rechnet sich

Die steigende Lebenserwartung ermöglicht es heute, immer länger gesund und aktiv zu bleiben. Anders als vermutet, sind ältere Arbeitskräfte seltener krank als junge, allerdings dauert die Regeneration meist länger. Frühzeitig in die mentale wie körperliche Fitness der Mitarbeiter/innen und deren Produktivität durch betriebliches Gesundheitsmanagement und altersgerechte Arbeitsplätze zu investieren, lohnt sich langfristig. Ein weiteres Plus: Betriebe, die im Bereich Gesundheit und Work-Life-Balance aktiv werden, sind auch für jüngere Arbeitskräfte attraktiv.

Erfahrung hat einen wirtschaftlichen Wert

Mit steigender Berufserfahrung bzw. Betriebszugehörigkeit hat das österreichische Arbeitsrecht Begünstigungen für Arbeitnehmer/innen vorgesehen. Besonders die Lohn- bzw. Gehaltsentwicklung steht dabei oft im Mittelpunkt der Diskussion. Dabei lassen sich keine pauschalen Aussagen treffen. Die Bestimmungen variieren je nach Beschäftigungsstatus und Branche so stark, dass nur eine differenzierte Betrachtung je nach Anlass sinnvoll ist. Das gilt auch für Vordienstzeiten. Wer in ältere Arbeitskräfte investiert, zahlt aber nicht drauf. Im Gegenteil – das Wissen und die Kompetenzen erfahrener Mitarbeiter/innen haben einen wirtschaftlichen Wert, der laufend steigt.

Auf Beständigkeit kann man bauen

Bei älteren Arbeitnehmern/innen gilt unter Einhaltung von gesetzlichen Fristen das Prinzip der Kündigungsfreiheit. Wenn eine Weiterbeschäftigung betriebliche Interessen erheblich beeinträchtigt, kann das Arbeitsverhältnis beendet werden. Beim Jobverlust nach dem 50. Lebensjahr sind die Wiedereinstiegschancen aber schlecht und die Betroffenen haben oft mit hohen Einkommensverlusten zu rechnen. Das Alter von Beschäftigten darf also weder Grund noch Motiv für eine Kündigung sein. Unternehmen, die alternative Beschäftigungsmöglichkeiten z. B. durch Versetzung, Umschulung oder Arbeitszeitreduktion suchen und finden, profitieren länger von der Erfahrung und der Leistung älterer Arbeitnehmer/innen.